Einleitung
Die Elektrokardiographie ermöglicht das Registrieren, Messen und Analysieren elektrischer Potenziale,
die über genau definierten Ableitungselektroden am Körper gewonnen werden.
Die elektrischen Potenziale entstehen durch die elektrische Aktivität der Zellen des Herzens und werden bis zur
Körperoberfläche weitergeleitet.
Die Aufzeichnung wird auf einem mit genau definierter Geschwindigkeit laufenden Millimeterpapier durchgeführt.
Eine Eichzacke zu Beginn der Aufzeichnung gibt an, welcher Ausschlag einer Spannung von 1mv entspricht.
In der Regel wird hier 1cm Ausschlag = 1 mV verwendet. Die Breite der Eichzacke beträgt 5 kleine Kästchen und damit 0,1 s.
Durch die genau definierte Geschwindigkeit des Registrierpapiers ist es möglich, aus der Breite der einzelnen Zacken
und Abschnitte die Herzfrequenz und die Dauer der Erregung der einzelnen Abschnitte des Herzens zu errechnen .
Die Auswertung der Kurve ermöglicht eine Vielzahl diagnostisch wertvoller Aussagen über Funktion und Zustand
des Reizleitungssystems und des Herzmuskels.
Das EKG hat sich zu einem weit verbreiteten Diagnoseverfahren durchgesetzt und ist heute in der kardiologischen
Diagnostik und bei der Überwachung der Herztätigkeit Schwerkranker unersetzlich.
Und dabei ist es ungefährlich, schnell gemacht und billig.
EKG-Untersuchungsmethoden und Einsatzgebiete:
12- Kanal Ruhe- EKG (Routine, Aufnahme, Verlauf, Infarktdiagnostik)
Belastungs-EKG (AP, belastungsabh. Rhythmusstörungen
Langzeit- EKG (Synkopenabklärung, Rhythmusstörungen, Vigilanz)
Schrittmacher-EKG (Kontrolle, Einstellung des Schrittmachers)
Eventrekorder (Erfassung seltener EKG-Ereignisse)
Kipptischuntersuchung (Erfassung von opthostatischen Problemen)
Spätpotentiale (computergesteuerte Auswertung , Risiokopat. Rhythmusst.)
Elektrophysiologische Untersuchung ( Untersuchung der Reizleitung, Mapping)
Vektorelektrokardiographie ( Untersuchung der Richtung der Erregung)