Infarkt 4

Hinterwandinfarkte und deren Lokalisation


Posterolateralinfarkt (PLI)

Der posterlaterale Infarkt entsteht durch Verschluss der CX oder deren Seitenäste. Die Blutversorgung der Hinterwand variiert im Normalfall stark, bei dominanter CX ist der Infarkt entsprechend größer als bei dominater ACD. Betroffen ist häufig die untere Hinterwand (diafragmal oder inferior), die EKG-Veränderungen zeigen sich daher in den Extremitäten- ableitungen (II, III, aVF) und seitlich (V5, V6)


Inferiorer Hinterwandinfarkt

Der Hinterwandinfarkt entsteht durch Verschuß der ACD oder des RCX oder deren Endäste (je nach Versorgungstyp). Betroffen ist die Hinterwand und das hintere Septum des linken Ventrikels, selten mit Beteiligung der Hinterwand des rechten Ventrikels. Die Blockierung der Reizleitung bis hin zum totalen AV-Block sind möglich. Hinterwandinfarkte projezieren sich nach hinten unten, Cabrerakreis auf die Ableitungen II, III, avF. Basale (hohe) Hinterwandinfarkte sind manchmal nur in Abl V8/V9 sichtbar, als indirekte Infarktzeichen in V1, V2 oder sind im Standard-EKG gar nicht zu erkennen.


Vorderwandinfarkte erkennt man hauptsächlich in den Brustwandableitungen

Hinterwandinfarkte erkennt man in den Ableitungen II, III, aVF (unten)

Frische Infarkte erkennt man an der ST- Hebungen

Alte Infarkte erkennt man an pathologischen Q- Zacken








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